Südafrikas Führung ruft nach Rassistenmord zur Ruhe auf

Nach dem Mord an dem weißen Rassistenführer Eugene Terreblanche in Südafrika versucht die Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC), die aufgeheizte Lage zu beruhigen. Der ANC rief seine Mitglieder und vor allem seine Jugendorganisation zum Verzicht von Liedern auf, die Rassismus schüren könnten.

Es sei ein umsichtiger Umgang mit diesen Liedern aus der Zeiten der Apartheid nötig, damit sie nicht als eine Polarisierung zwischen der weißen und schwarzen Bevölkerung verstanden oder interpretiert werden könnten, sagte ANC-Generalsekretär Gwede Mantashe heute.

Hasslieder schüren Spannungen
Präsident Jacob Zuma habe auch den Chef der ANC-Jugendliga, Julius Malema, dazu aufgefordert. Diesem wird vorgeworfen, mit Liedern wie "Tötet den Buren" neue Spannungen zwischen Schwarz und Weiß geschürt zu haben, die sich in dem Mord entluden hätten.

Der ANC hat einen Zusammenhang zwischen dem Anti-Apartheid-Lied und dem Mord an Terreblanche bestritten. Zwei Monate vor der Fußball-Weltmeisterschaft in dem ohnehin unter einer hohen Verbrechensrate leidenden Land versucht die Regierung aber die Lage zu entspannen.