Der südafrikanische Rechtsextremist Eugene Terre'Blanche ist auf seiner Farm in der Kleinstadt Ventersdorp im Nordwesten des Landes getötet worden.
Die Leiche des Anführer der rechtsextremen Afrikaner Weerstandsbewegung (AWB) sei mit Verletzungen im Gesicht und am Kopf auf seinem Bett gefunden worden, sagte Polizeisprecherin Adele Myburgh. Auf dem Leichnam sei eine Machete gelegen, neben dem Bett ein Stock mit einem Schlagkopf gefunden worden. Die mutmaßlichen Täter, zwei Angestellte des 69-Jährigen, wurden demnach festgenommen. Der 15-Jährige und sein 21-jähriger Kollege hätten als Tatmotiv nicht gezahlte Löhne angegeben.
Der Minister für öffentliche Sicherheit im Nordwesten Südafrikas, Howard Yawa, sprach von einem "gefühllosen Mord", wie die Nachrichtenagentur Sapa berichtete. Präsident Jacob Zuma rief die Bevölkerung auf, ruhig zu bleiben. In einer Erklärung warnte er vor jeglicher Provokation, "die Rassenhass nähren" könnte.
Die von Terre'Blanche geführte AWB ging Anfang der 90er Jahre militant gegen die Aussöhnung von Schwarzen und Weißen in Südafrika vor. Dabei nutzte sie unter anderem Nazi-ähnliche Symbole. Terre'Blanche, der einst Polizist war, geriet mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt und saß drei Jahre wegen versuchten Mordes in Haft.