Irland will Bankenkrise "ein für alle Mal lösen"

Mit einer Reihe neuer Maßnahmen will die irische Regierung die Krise im schwer angeschlagenen Finanzsektor des Landes in den Griff bekommen. Finanzminister Brian Lenihan, der seine Pläne gestern zunächst dem Kabinett vorstellte und später das Parlament unterrichten wollte, kündigte an, er wolle die Probleme "ein für alle Mal" lösen.

Es wird erwartet, dass die Regierung von fünf ins Trudeln geratenen Geschäftsbanken faule Kredite im Wert von Zigmilliarden Euro übernehmen wird und sie in einer neuen "Bad Bank" - der National Asset Management Agency (NAMA) - parken wird.

Medienberichten zufolge plant die Regierung außerdem, die Mehrheit an der Allied Irish Bank (AIB) zu übernehmen und den Anteil an der Bank of Ireland (BoI) aufzustocken. Der irische Staat hält bereits jetzt einen Anteil von 16 Prozent an der BoI und besitzt 25 Prozent an der Allied Irish und 100 Prozent an der Anglo Irish Bank.