Vor EU-Krisengipfel: Papandreou traf sich mit Barroso

Unmittelbar vor dem EU-Gipfel hat sich Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou mit EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Durao Barroso über Maßnahmen zur Eindämmung der Schuldenkrise abgestimmt.

Die beiden hätten sich gestern am späten Abend in Brüssel getroffen, teilte das Büro des griechischen Regierungschefs heute Früh mit. Über Details des Gespräches wurde zunächst nichts bekannt.

Wie es aus Kreisen der Regierung in Athen weiter hieß, habe Papandreou auch während des Fluges nach Brüssel telefonisch Kontakt mit zahlreichen Regierungschefs von EU-Staaten aufgenommen. Vorher soll er auch mit dem Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, gesprochen haben.

Debatte über Kompromiss
Experten der EU, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des IWF hatten Ende Februar Athen besucht und Teile des harten Sparprogramms, das inzwischen eingeführt wurde, praktisch den Griechen diktiert. Viele Griechen müssen künftig wegen Lohnkürzungen und Steuererhöhungen Schätzungen der Athener Presse zufolge mit bis zu 20 Prozent weniger Geld auskommen.

Am Nachmittag kommen die 27 Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel zusammen, um über die griechische Schuldenkrise zu beraten. Mehrere Staats- und Regierungschefs wie Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy drängen darauf, dass die "Chefs" der Länder mit Euro-Währung schon vor Gipfelbeginn einen Kompromiss über einen Griechenland-Notfallplan vereinbaren.