Auch wenn die Wahlplakate schon seit dem Wochenende hängen, der offizielle Startschuss für den Wahlkampf zur Bundespräsidentenwahl am 25. April erfolgt heute. Mit einer Grundsatzrede im Wiener Museum für Angewandte Kunst (MAK) setzt das amtierende Staatsoberhaupt Heinz Fischer seinen Auftakt für die Intensivphase der Wahlwerbung.
Seine Herausforderin, die FPÖ-Kandidatin Barbara Rosenkranz, will ihre Auftaktveranstaltung erst nach Ostern in St. Pölten abhalten. Fischer hat bei seiner Auftaktveranstaltung im MAK die Spitzen der SPÖ zu Gast. Danach wird der Bundespräsident noch auf das Badeschiff auf dem Donaukanal kommen, wo unter dem Motto "Leinen los für heifi2010" seine Jugendkampagne mit einer Party gestartet wird.
Ob Fischer und Rosenkranz die beiden einzigen Kandidaten bleiben werden, wird sich am Freitag endgültig zeigen. Bis dahin müssen alle Bewerber die 6.000 Unterschriften, die für ein Antreten nötig sind, im Innenministerium einreichen. Chancen, das zu schaffen, hat noch Rudolf Gehring, der Obmann der Christlichen Partei Österreichs. Er hat bisher rund 4.000 Unterschriften gesammelt.
Pelinka rechnet mit Wahlkampf ohne Spannung
Der Politologe Anton Pelinka geht davon aus, dass es bei der Bundespräsidentschaftswahl keine besonders hohe Wahlbeteiligung geben wird. FPÖ-Kandidatin Barbara Rosenkranz sei im Verhältnis zu Amtsinhaber Heinz Fischer eine krasse Außenseiterin. Sollte sie 20 Prozent der Stimmen erreichen, wäre das schon ein großer Erfolg für sie, sagte Pelinka heute im Ö1 Morgenjournal-Interview.
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