Irak: Regierungschef fordert Neuauszählung der Stimmen

Angesichts des sich abzeichnenden äußerst knappen Wahlausgangs im Irak hat Regierungschef Nuri al-Maliki wie angekündigt eine Neuauszählung der Stimmen gefordert. Das berichteten sowohl die Nachrichtenagentur AFP als auch der TV-Sender CNN auf seinem Blog CNN Wire.

Al-Maliki habe die Wahlkommission dazu aufgerufen, sich zu den Forderungen der Parteien im Land zu äußern, die Stimmzettel von Hand neu auszuzählen, hieß es in einer heute in Bagdad veröffentlichten Erklärung des Ministerpräsidenten.

Bei der Parlamentswahl liegen die Partei von Ex-Regierungschef Ijad Allawi und das Bündnis von Al-Maliki fast gleichauf, zuletzt war Allawis schiitisch-sunnitisches Bündnis Irakija knapp vor Al-Malikis Rechtsstaatsallianz. Im Parlament zeichnete sich ein Patt ab. Das Al-Maliki-Lager hatte in der vergangenen Woche der Wahlkommission "Manipulationen" vorgeworfen und angekündigt, eine Neuauszählung der Stimmen zu verlangen.

Die Iraker hatten am 7. März ein neues Parlament gewählt. Das offizielle Endergebnis soll erst Ende März nach der Prüfung aller Wahlbeschwerden feststehen. Es wird zudem mit einer langwierigen Regierungsbildung gerechnet.