Nahost-Gespräche: Clinton zieht zufrieden Bilanz

Die scharfe Reaktion der US-Regierung auf die israelischen Siedlungspläne hat sich nach Einschätzung von US-Außenministerin Hillary Clinton ausgezahlt.

Ein Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Donnerstagabend sei "nützlich und produktiv" gewesen, sagte Clinton gestern vor Journalisten in Moskau. Das sei einer der Gründe, weshalb der US-Nahost-Beauftragte George Mitchell morgen in die Region zurückkehren werde. Sie gehe von einer "Rückkehr auf den Verhandlungsweg" aus, "und das heißt, dass es sich auszahlt, weil das unser Ziel ist", sagte Clinton in einem Interview mit dem britischen Sender BBC.

Differenzen über Siedlungspolitik
Mitchell hätte eigentlich in dieser Woche Gespräche in Israel und im Westjordanland führen sollen, die Reise wurde wegen der diplomatischen Krise zwischen Israel und den USA aber abgesagt.

Die engen Verbündeten waren in der vergangenen Woche über die israelischen Siedlungsaktivitäten in Streit geraten. Washington hatte es als Affront empfunden, dass Israel ausgerechnet während eines Besuchs von US-Vizepräsident Joe Biden den Bau von 1.600 neuen Wohnungen in Ostjerusalem ankündigte.