Grünen-Chefin Glawischnig wird Heinz Fischer wählen

Die grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig wird am 25. April Heinz Fischer wählen. Die FPÖ-Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz sei "für Österreich eine Schande", sagte Glawischnig gestern in der ZIB2. Sie empfehle der Freiheitlichen, auf die Kandidatur zu verzichten.

Der Bundespräsident habe seine Sache "ganz ordentlich gemacht". Eine Wahlempfehlung für ihn könnte man sich "durchaus überlegen", so Glawischnig. In einem Interview mit dem "Kurier" (Freitag-Ausgabe) attackierte sie dafür die SPÖ-Landeshauptleute Hans Niessl (Burgenland) und Franz Voves (Steiermark).

Pröll für Glawischnig ein Lügner
Die SPÖ "verhaidert in Form des Herrn Niessl", meinte Glawischnig und kritisierte dessen "beschämende Äußerungen" über die Transparenzdatenbank (die er als Mittel gegen Sozialmissbrauch sieht) und rund um das Asyl-Erstaufnahmezentrum. Auch Voves übernehme mit der Verkleinerung der Landtage "eine alte Haider-Idee".

In der ZIB2 übte Glawischnig zudem Kritik an den Steuerplänen der Regierung. Energiesteuern eignen sich aus ihrer Sicht nicht, um Budgetlöcher zu stopfen, sinnvoller wären Maßnahmen im Vermögenssteuerbereich. Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) warf Glawischnig vor, er habe monatelang "gelogen, dass sich die Balken biegen".