OeNB: 72 Mio. Euro Wertberichtigung bei Hypo Tirol

Wertberichtigungen in Höhe von 72 Millionen Euro wird die seit geraumer Zeit in den Schlagzeilen stehende landeseigene Hypo Tirol Bank für das Geschäftsjahr 2009 vornehmen müssen.

Das sei bei der Präsentation des Prüfberichts der Österreichischen Nationalbank (OeNB) gestern bestätigt worden, erklärte LAbg. Bernhard Ernst, Klubobmann der größten Oppositionspartei im Tiroler Landtag, Liste Fritz, der APA.

Der Hypo war "mangelndes Risikobewusstsein" vorgeworfen worden. Ein wahrscheinlicher Kreditausfall für die Finanzierung eines Solarkraftwerkes in Bayern schlage mit 21,3 Mio. zu Buche. Neben dieser laut Bank aufgrund eines Betruges verlorenen Summe setzten sich die 72 Mio. Euro Wertberichtigung aus weiteren 34 Mio. für "andere Geschäfte" zusammen.

17 Mio. Euro habe die Bank als "Vorsorge für eventuelle Ausfälle" zur Seite gelegt, schilderte Ernst. "Auf die Frage nach weiteren Risikoprojekten gab es keine dezidierte Antwort", sagte er. Man habe auf das Bankgeheimnis verwiesen.