Champagnerwinzer stellen auf leichtere Flasche um

Champagner soll künftig in leichteren Flaschen serviert werden - die Winzer wollen damit zum Umweltschutz beitragen. Die in der ostfranzösischen Champagne vorgestellte neue Standardflasche wiegt dann leer nur noch 835 statt 900 Gramm, wie der Dachverband der Winzer und Kellereien (CIVC) gestern mitteilte.

Durch die Einsparung von 65 Gramm pro Flasche ließen sich jährlich rund 8.000 Tonnen Kohlendioxidausstoß (CO2) vermeiden. Das entspreche dem Jahresausstoß von rund viertausend Autos.

"Historischer Charakter bewahrt"
Die neue Flasche halte dem Druck von rund sechs Bar stand, der in den meisten Champagnerflaschen erreicht werde, und bewahre "den historischen Charakter" der bisherigen Flaschen, erklärte der Verband.

Optisch seien beide Flaschen fast nicht zu unterscheiden. Das Comite Champagne habe zusammen mit Glasherstellern und Erzeugern jahrelang neue Flaschen getestet. In den kommenden zehn Jahren wolle der Verband seinen CO2-Ausstoß um 25 Prozent senken. Die Einführung der leichteren Flasche sei ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.