Der US-Gesandte George Mitchell hat seine geplante Nahost-Reise wegen des Streits über die israelischen Siedlungspläne in Ostjerusalem verschoben.
Das Büro des israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres teilte heute mit, man sei von der US-Botschaft über die Absage informiert worden. Ein am Nachmittag geplantes Treffen zwischen Mitchell und Peres werde daher nicht stattfinden. Mitchell sollte bei indirekten Friedensgesprächen zwischen Israelis und Palästinensern vermitteln.
Die USA hatten Israels Pläne, in Ramat Schlomo im Nordosten Jerusalems 1.600 neue Wohnungen zu bauen, stark kritisiert. Die Aktion habe "das Vertrauen und die Zuversicht für den Friedensprozess und die amerikanischen Interessen untergraben", sagte Außenamtssprecher Philip Crowley gestern in Washington.
Nach israelischen Medienberichten hat US-Außenministerin Hillary Clinton dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mehrere Forderungen unterbreitet, darunter einen Stopp des Bauprojekts in Ramat Schlomo. Die USA warteten auf eine formale Antwort der israelischen Regierung, sagte Crowley.