USA schicken nach Mordanschlägen Ermittler nach Mexiko

Nach zwei tödlichen Überfällen auf US-Konsulatsmitarbeiter hat die US-Regierung Ermittler in den Norden Mexikos geschickt. Experten der Bundespolizei FBI würden in Ciudad Juarez mit den mexikanischen Ermittlern zusammenarbeiten, teilten Behörden auf beiden Seiten der Grenze gestern mit.

Das US-Außenministerium zeigte sich besorgt über die zunehmende Gewalt in den an die USA grenzenden Regionen Nordmexikos.

Enge Zusammenarbeit vereinbart
Am Samstagabend hatten Bewaffnete eine Mitarbeiterin des US-Konsulats in Ciudad Juarez und ihren Ehemann im Auto erschossen; das Kleinkind des ermordeten Paars überlebte auf dem Rücksitz. Kurz darauf wurde der Ehemann einer mexikanischen Konsulatsangestellten ebenfalls im Auto erschossen, zwei Kinder des Paars wurden dabei verletzt. Die Stadt gilt als Hochburg gewaltbereiter Drogenkartelle.

Die mexikanische Regierung sagte zu, bei der Fahndung nach den Tätern eng mit den US-Ermittlern zusammenzuarbeiten. Nach FBI-Angaben nahmen bereits bis zu acht US-Ermittler an Ort und Stelle ihre Arbeit auf. Mexikos Präsident Felipe Calderon reiste zum dritten Mal binnen zwei Monaten in die Stadt und bekräftigte "Mexikos Entschlossenheit zur Klärung dieser Taten".