Bundespräsident Heinz Fischer betrachtet einen Beitritt Kroatiens zur EU im Jahr 2012 für möglich. Es gebe gute Chancen, dass die Beitrittsverhandlungen des Landes mit der EU noch heuer abgeschlossen werden könnten. Ein Beitritt 2012 wäre dann möglich, sagte der Bundespräsident gestern in Wien nach einem Treffen mit dem neuen kroatischen Präsidenten Ivo Josipovic, der seit Februar im Amt ist.
Der vorangegangene Besuch von Josipovic in Slowenien habe dazu beigetragen, formulierte Fischer, den Weg Kroatiens in die EU frei zu machen. Ein Beitritt wäre für Kroatien, Österreich, die Region und für Europa von Vorteil, sagte Fischer in einem gemeinsamen Pressegespräch.
Aufklärung rund um die Hypo Alpe Adria
Angesprochen auf die Kärntner Hypo Alpe Adria sagte Josipovic, Kroatien sei vor allem an der Aufklärung der Frage interessiert, ob es in Kroatien im Zusammenhang mit der Krise "kriminelle Ereignisse" gegeben habe. Der Frage, ob Kroatien auch einen Beitrag zur Sanierung der österreichischen Bank leisten könne, wich Josipovic aus.
Es sei wichtig, die Ursache für die Bankenkrise zu finden. Fischer verwies auf die rasche Reaktion Österreichs, um die Hypo Alpe Adria zu stabilisieren und zu sanieren.