Inmitten neuer Spannungen in der Region beginnt die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton heute ihre erste Nahost-Reise. Sie will dort auf eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern dringen. Ashton wurde zunächst in der ägyptischen Hauptstadt Kairo erwartet, dann geht es nach Syrien und in den Libanon weiter.
Am Mittwoch soll die EU-Außenbeauftragte nach Jordanien und Israel reisen, am Donnerstag die Palästinensergebiete besuchen und anschließend zu Gesprächen mit dem sogenannten Nahost-Quartett (UNO, USA, Russland) nach Moskau fliegen.
Auch Besuch im Gazastreifen
Ashton will auch in den von Israel und Ägypten blockierten Gazastreifen reisen, der von der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation Hamas beherrscht wird, um sich über den Einsatz der EU-Hilfsgelder zu informieren. Die für diese Woche geplanten indirekten Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern drohen angesichts der israelischen Siedlungspläne in Ost-Jerusalem zu platzen.
Die Siedlungspläne sind weltweit auf Kritik gestoßen. Auch der US-Nahostvermittler George Mitchell wird dieser Tage in der Region erwartet. Der jordanische König Abdullah II sprach sich indes nach einem Gespräch mit EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek für eine stärkere Rolle der EU im Nahost-Friedensprozess aus.