Euro-Finanzminister bewerten griechisches Sparprogramm

Die Finanzminister der Euro-Länder beraten heute in Brüssel erneut über die griechische Schuldenkrise. Der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou will den anderen 15 Staaten, die den Euro eingeführt haben, das verschärfte Sparprogramm seiner Regierung vorstellen, das unter anderem eingefrorene Pensionen und eine höhere Mehrwertsteuer umfasst.

Weiteres Thema dürfte ein Europäischer Währungsfonds sein, den der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble angeregt hat. Der Fonds soll künftig hoch verschuldeten Staaten nach Vorbild des Internationalen Währungsfonds (IWF) aus der Krise helfen. Die Finanzminister aller 27 EU-Staaten beraten morgen unter anderem über eine schärfere Überwachung hochspekulativer Hedgefonds.

Hilfspaket vor Beschluss?
Auch wenn die Staaten der Euro-Zone nach außen hin noch ganz entschieden dementieren: Pläne für eine 25 Milliarden Euro schwere Hilfe für das griechische Staatsbudget liegen offenbar bereits einsatzbereit in den Brüsseler Schubladen. Offenbar wird nur noch darauf gewartet, dass Griechenland offiziell um Unterstützung bittet. Auch Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) will eine österreichische Beteiligung an den Hilfsmaßnahmen in Form von Kredithaftungen nicht ausschließen.

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