Sarkozy auf Dämpfer bei Regionwahl gefasst

Heute findet in Frankreich der erste Durchgang der Regionalwahlen statt, von denen laut Umfragen eine Abfuhr für die konservative Regierung von Präsident Nicolas Sarkozy (UMP) zu erwarten ist.

Es handelt sich um die letzte Zwischenwahl vor der Erneuerung des Präsidentenamtes im Frühjahr 2012, weswegen Experten überzeugt sind, dass die Bürger ihrer Unzufriedenheit über die Wirtschafts- und Sozialpolitik des Präsidenten Ausdruck verleihen werden.

Letzte Umfragen vor dem ersten Durchgang sagten der Union für eine Volksbewegung (UMP) gleich wie den oppositionellen Sozialisten (PS) je 30 Prozent der Stimmen voraus. Zwischen zwölf und 15 Prozent dürften allerdings auf die vom deutsch-französischen Europaparlamentarier Daniel Cohn-Bendit geleitete Umweltschutzliste Europe-Ecologie entfallen, von der bei der Stichwahl eine Allianz mit der PS zu erwarten ist.

Aubry in Startlöchern
Die Linke regiert bereits seit 2004 in 24 der insgesamt 26 Regionen auf dem Mutterland und in den Überseegebieten. Diesmal erhofft sich die Linke auch einen Sieg in Elsass und Korsika, die gegenwärtig von den Konservativen regiert werden.

Ein breiter Sieg der Linken würde einen großen Erfolg für die bisher heftig umstrittene Sozialistenchefin Martine Aubry darstellen. Damit könnte sie sich gegen die Präsidentin der Region Poitou-Charente, Segolene Royal, sowie den IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn als legitimierte Präsidentschaftskandidatin der Linken im Jahr 2012 durchsetzen.