Regierung dementiert Milliardenhilfe für Griechenland

Die Bundesregierung hat einen Bericht des "Kurier" (Freitag-Ausgabe) dementiert, wonach ein milliardenschweres EU-Hilfspaket für die griechischen Staatsfinanzen geschnürt werde, zu dem auch Österreich eine Milliarde Euro "oder etwas mehr" beitragen soll. Die Zeitung schrieb von einer bereits vorliegenden Zusage aus Wien.

Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte dazu gestern Abend: "Weder sind wir gefragt worden, uns zu beteiligen, noch sind die Diskussionen im ECOFIN über die Art der Hilfe oder die Summen so weit gediehen, dass sie schon so konkrete Formen angenommen hätten." Das Berichtete sei "völlig aus der Luft gegriffen".

Faymann-Sprecher: "Ente"
Ein Sprecher von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) räumte zwar ein, dass es telefonischen Kontakt zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Faymann gegeben habe, dabei sei ein solches Hilfspaket aber "nicht einmal im Ansatz besprochen worden". Es handle sich um eine "Ente".

Die Zeitung hatte berichtet, dass Griechenland nach deutschen und französischen Schätzungen bis Jahresende 55 Mrd. Euro benötige, um sich vor der Staatspleite zu retten. Deutschland sei bereit, 20 Milliarden Euro zu stellen, Frankreich könne zehn Mrd. Euro beitragen, "beide hoffen aber, dass es so viel Geld gar nicht braucht".