Ungarn stellt Leugnen des Holocaust unter Strafe

Ungarns Staatspräsident Laszlo Solyom hat gestern ein im Vormonat im Parlament beschlossenes Gesetz unterschrieben, mit dem das Leugnen des Holocaust unter Strafe gestellt wird. Wer den Massenmord an den Juden während des Nationalsozialismus infrage stellt oder ihn relativiert, wird ab April mit Gefängnisstrafen von bis zu drei Jahren bestraft.

In Ungarn wurden im Zweiten Weltkrieg mehr als 400.000 Juden nach Auschwitz deportiert. Weitere Zehntausende Juden kamen bei Massenhinrichtungen und Todesmärschen ums Leben.