Der bulgarische Premier Bojko Borissow (GERB) hat erklärt, dass er seinen unterschriebenen Rücktritt bei sich trage und einreichen werde, sollten die Streikmaßnahmen der Kassenärzte überhandnehmen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Focus heute.
Die Kassenärzte streiken seit Wochenbeginn, da sie rund zwölf Millionen Euro von den Krankenkassen erwarten und diese noch nicht erhalten haben. Die Gelder seien bereits überwiesen worden, so Borissow, der gleichzeitig betonte, dass er sich nicht "erpressen" lasse.
Der Streik hatte am Montag wegen ausstehender Bezüge vom Staat begonnen. Die konservative Regierung kündigte unterdessen an, dass die Beiträge zur staatlichen Krankenkasse von nun acht auf zehn Prozent voraussichtlich zur Jahresmitte steigen, damit das Gesundheitswesen besser finanziert wird.