Gemeinsamer Hofburg-Kandidat? ÖVP sagt BZÖ ab

Die ÖVP hat gestern klargestellt, dass es keine Bestrebungen gibt, gemeinsam mit dem BZÖ einen unabhängigen Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl am 25. April aufzustellen.

"Es gibt keine derartigen Bestrebungen der ÖVP. Die Entscheidung, niemanden aufzustellen, ist einhellig im Bundesparteivorstand gefallen", sagte Generalsekretär Fritz Kaltenegger gegenüber der APA. In Richtung BZÖ-Chef Josef Bucher meinte er: "BZÖ-Mann Bucher soll die taktischen Spielchen lassen. Wenn er kandidieren will, soll er kandidieren."

Vier Kandidaten für BZÖ vorstellbar
Zuvor hatte Bucher gesagt, er könne sich Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, die frühere Außenministerin Ursula Plassnik, den ehemaligen EU-Kommissar Franz Fischler (alle ÖVP) und Ex-Rechnungshof-Präsident Franz Fiedler als überparteiliche Kandidaten für die Bundespräsidentschaftswahl vorstellen.

Das Argument der hohen Kosten für einen Wahlkampf lässt Bucher nicht gelten: "Es braucht keine Plakate oder Inserate. Es braucht nur ein Angebot." Aus dem schwarzen Lager hätten viele angerufen, um sich zu erkundigen, ob bereits etwas erreicht wurde. "Er (Pröll, Anm.) soll zumindest eine Plattform zulassen", so Bucher.