Rekord: 237 Kandidaten für Friedensnobelpreis

So viele Anwärter auf den Friedensnobelpreis hat es seit dem Start 1901 noch nie gegeben: Beim Osloer Nobelkomitee sind in diesem Jahr 237 Vorschläge eingegangen.

Wie Komiteesekretär Geir Lundestad heute mitteilte, gehören dazu auch 35 Organisationen. Die bisherige Rekordzahl lag bei 205 Nominierungen im Jahr 2005. Namen nannte das Nobelkomitee traditionell nicht.

Vorjahrssieger: Barack Obama
Im vergangenen Jahr erhielt US-Präsident Barack Obama den mit zehn Millionen schwedischen Kronen (eine Mio. Euro) dotierten Preis.

Zu den Daueranwärtern der letzten Jahre gehören die gegen den Tschetschenien- Krieg aktive Russin Lidija Jussupowa und die im US-Exil lebende Chinesin Rebiya Kadeer. Sie setzt sich für die Rechte der uigurischen Minderheit in China ein. Jedes Jahr neu nominiert werden auch der irische Rocksänger Bono und der deutsche Altbundeskanzler Helmut Kohl.

Vorschläge von früheren Preisträgern
Vorschlagsberechtigt bis jeweils zum 1. Februar sind neben früheren Preisträgern auch Parlamentsabgeordnete und wissenschaftliche Einrichtungen aus aller Welt.

Die Entscheidung über den diesjährigen Preis wird Anfang Oktober bekanntgegeben.