In Zypern sind nach dem Diebstahl der Leiche des früheren Präsidenten Tassos Papadopoulos drei Verdächtige festgenommen worden. Die drei Männer würden nun im Zusammenhang mit dem Verschwinden der Leiche verhört, teilte die Polizei mit. Der Leichnam war zuvor drei Monate nach seinem Verschwinden von einem Friedhof im Süden von Nikosia wieder aufgetaucht.
Laut einem Bericht des öffentlichen Fernsehens soll es sich bei einem der Verdächtigen um einen indischen Staatsbürger handeln, der sich mit einem gefälschten bulgarischen Pass in Zypern aufhielt. Der Mann soll geständig sein und seine zwei Komplizen belasten.
Durch anonymen Hinweis entdeckt
Die sterblichen Überreste des ehemaligen Staatschefs waren gestern nach einem anonymen Hinweis auf einem Friedhof in der Hauptstadt entdeckt und durch eine DNA-Analyse identifiziert worden.
Papadopoulos war von 2003 bis 2008 zypriotischer Präsident. Nach seinem Tod im Dezember 2008 im Alter von 74 Jahren wurde er auf einem kleinen Friedhof in Deftera am Stadtrand von Nikosia beigesetzt. In der Nacht vom 10. zum 11. Dezember 2009 öffneten Unbekannte sein Grab und entwendeten den einbalsamierten Leichnam. Papadopoulos' Angehörige versicherten, bei ihnen seien keine Lösegeldforderungen eingegangen.