Auf den japanischen Autohersteller Toyota kommen in den USA in Zusammenhang mit den gigantischen Rückrufaktionen neue Forderungen zu, die den Konzern drei Mrd. Dollar (2,21 Mrd. Euro) oder mehr kosten können.
In verschiedenen Städten wurden nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur AP inzwischen 89 Sammelklagen von enttäuschten Toyota-Besitzern gegen den Hersteller eingereicht. Die Fahrer fordern den Ersatz des Wertverlustes, den gebrauchte Toyota-Modelle seit Beginn der Pannenwelle erlitten haben.
Bei rund sechs Millionen betroffenen Autos und einem Wertverlust von 500 Dollar pro Fahrzeug könnten Kosten von drei Mrd. Euro für Toyota entstehen. Nach einer Preisliste für Gebrauchtwagen sind die Preise für zurückgerufene Toyotas um 350 bis 750 Dollar gefallen. Bisher wurden in den USA 5,4 Millionen Stück zurückgerufen, weltweit mehr als acht Millionen Stück.
In der Milliardensumme noch nicht enthalten sind Entschädigungen für Toyota-Fahrer nach Unfällen wegen der fehlerhaften Bremsen am Modell Prius und wegen der klemmenden Gaspedale vieler anderer Modelle. Bisher wurden der US-Verkehrssicherheitsbehörde 52 Todesopfer nach Gaspedalunfällen gemeldet.