USA wollen autoritäre Regime mit dem Internet knacken

Die USA wollen autoritäre Regime mit Hilfe des Internets zu mehr Meinungsfreiheit zwingen. Das Finanzministerium in Washington hat amerikanischen Firmen deshalb den Export von Software und die Freischaltung von Web-Diensten wie Instant Messaging, Chats, E-Mail und Sozialen Netzwerken im Iran, Kuba und im Sudan erlaubt. So soll der freie Austausch von Informationen in diesen Ländern gefördert werden.

Der Schritt mache es den Menschen in diesen Ländern "leichter, das Internet zu benutzen, um miteinander und mit der Welt zu kommunizieren", sagte US-Finanzstaatssekretär Neal Wolin gestern.

Politischer Druck gewachsen
Nach einem Bericht der "New York Times" haben US-Software- und Internet-Firmen wie Microsoft und Yahoo diese Dienste in solchen Ländern bisher nicht angeboten, weil sie fürchteten, dadurch Sanktionsbestimmungen der US-Regierung zu verletzen.

Allerdings habe es unter anderem aus dem Kongress wachsenden politischen Druck zur Aufhebung der Beschränkungen gegeben, nachdem Internet-Dienste wie Facebook und Twitter bei den Protesten nach den Wahlen im Iran zentrale Kommunikationsmittel der Opposition geworden waren.