Heftige Schneefälle haben gestern in weiten Teilen Südfrankreichs und Nordspaniens für chaotische Zustände gesorgt. Besonders betroffen war die katalanische Hauptstadt Barcelona, die laut einem Bericht der spanischen Tageszeitung "El Pais" großteils lahmgelegt wurde.
Zahlreiche Ampeln fielen aus, mehrere Straßenzüge wurden gesperrt. Die Stadtverwaltung ließ den öffentlichen Busverkehr einstellen und rief die Bevölkerung auf, keine Autofahrten zu unternehmen und am besten überhaupt zu Hause zu bleiben.
Elf Fernstraßen gesperrt
Auch der Verkehr der Straßenbahnlinie Trambaix war durch einen umgestürzten Baum unterbrochen. Seit 2004 gibt es in der Millionenmetropole wieder ein Straßenbahnnetz von derzeit 14 Kilometern Länge. In ganz Katalonien mussten insgesamt elf Fernstraßen und zahlreiche lokale Verbindungen für den Autoverkehr gesperrt werden.
Sahara-Staub in Griechenland
Dichter Sahara-Staub tauchte unterdessen weite Teile Griechenlands in rötliche Farbe. "Als ob wir auf dem Mars wären", kommentierten viele Menschen den ungewohnten Anblick. Zudem gab es stürmische Winde. Mehrere Fährverbindungen zu den Inseln der Ägäis und des Ionischen Meeres waren unterbrochen.
In Bulgarien fiel "gelber Schnee": Der Sand aus der Sahara färbte den Neuschnee in Südbulgarien ein. Meteorologen sagten auch für den Osten des Landes nach einem Kälteeinbruch "gelben Schnee" voraus. Sie erklärten das außerordentlich seltene Naturereignis mit einem Zyklon aus der Sahara, der mit Wüstensand über die Balkanhalbinsel hinwegzog. Die für Anfang März ungewöhnlich heftigen Schneefälle behinderten den Verkehr auf Bulgariens Gebirgspässen.