Am heutigen Frauentag ist in Österreich einmal mehr die verpflichtende Frauenquote, die Einkommensschere und Gehaltstransparenz im Zentrum der politischen Diskussion gestanden. Ironisch näherten sich die Grünen dem Thema an und verliehen die "Giftgrüne Brennnessel" für den frauenfeindlichsten Sager.
"Bügelt jemand von Ihnen?"
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) stattete der OMV in Wien einen Besuch ab, um die Meinung von Männern zum Frauentag auszuloten. Sie wollte etwa wissen, was die Männer bewege und wie sie die unbezahlte Arbeit zu Hause handhaben und fragte dort in die Runde: "Bügelt jemand von Ihnen?"
Zudem bekräftigte die Ministerin ihre Forderung nach einer verpflichtenden Offenlegung der Durchschnittsgehälter in den Betrieben und die Einführung einer Frauenquote für Aufsichtsratsposten.
Chancengleichheit durch Väterkarenz
Die ÖVP-Frauenchefin und frühere Ministerin Maria Rauch-Kallat pochte auf eine Frauenquote in der Politik. Bei Nichteinhaltung sollten Sanktionen drohen, so Rauch-Kallat in einer Aussendung. Familienstaatssekretärin Christine Marek (ÖVP) will mehr Chancengleichheit für Frauen durch eine erhöhte Väterbeteiligung bei der Kinderbetreuung erreichen.
"Brennnessel" geht ins Burgenland
Die Grünen haben die "Brennnessel" für den frauenfeindlichsten Sager an Burgenlands Landtagspräsident Walter Prior (SPÖ) vergeben.
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Die Verwandlung der Frauenbewegung
Unzählige Feministinnen von Rosa Mayreder bis Johanna Dohnal haben sich für die Rechte der Frauen eingesetzt - und dabei viel gewonnen. Auch am diesjährigen Frauentag bleibt aber eine Realität unverändert: Bis zur tatsächlichen Gleichberechtigung ist es noch ein weiter Weg.
Im Lauf der Zeit hat sich der Kampf gegen die Diskriminierung allerdings gewandelt: Ging es zu Beginn um Grundlegendes wie den Zugang zu Bildung und Bürgerrechte, stehen heute persönliche Unabhängigkeit und gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt im Zentrum.
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