Trotz eines massiven Sicherheitsaufgebots haben mehrere Anschläge den Auftakt der Parlamentswahl im Irak überschattet. Mindestens 14 Menschen kamen heute nach Behördenangaben bei den Attacken in der Hauptstadt Bagdad ums Leben.
Drei Tage vor dem eigentlichen Urnengang am Sonntag waren bestimmte gesellschaftliche Gruppen wie Soldaten und Häftlinge zur Stimmabgabe aufgerufen.
Im Stadtteil Bab al-Muasam riss ein Selbstmordattentäter dem Innenministerium zufolge vier Soldaten mit in den Tod, die vor einem Wahllokal Schlange standen. Bei einem weiteren Selbstmordanschlag auf wartende Armeeangehörige seien im Viertel Mansur im Westen der Stadt drei Soldaten gestorben. Bei beiden Anschlägen wurden den Angaben zufolge insgesamt 25 Menschen verletzt.
Im Norden Bagdads kamen sieben Menschen bei einem Angriff ums Leben, darunter vier Kinder. 23 weitere Menschen wurden nach Angaben von Rettungskräften verletzt, als in der Nähe eines Wahllokals im Viertel Hurrija eine Granate auf ein Wohnhaus geschossen wurde. Der Armeekommandeur von Bagdad sprach in einer Erklärung von einer Rakete.