Gesundheitsreform: Obama offen für Ideen der Republikaner

Im Streit über die geplante Gesundheitsreform geht US-Präsident Barack Obama nun auf die oppositionellen Republikaner zu.

In einem Schreiben an die Vorsitzenden von Demokraten und Republikanern im Kongress bot er gestern an, vier Vorschläge der Opposition in sein Gesetzesvorhaben aufzunehmen. Dabei handle es sich unter anderem um eine bessere Vergütung der Ärzte, die im Versicherungssystem für finanzschwache Bürger (Medicaid) tätig sind. In einer Rede wolle Obama heute den Kongress darum ersuchen, das Gesetzesprojekt rasch zu verabschieden, teilte das Präsidialamt mit.

Die Reform des Gesundheitswesens ist Obamas wichtigstes innenpolitisches Vorhaben. Sie soll Millionen US-Bürgern den Schutz einer Krankenversicherung bringen. Um das Projekt durchzusetzen, ist der Präsident auf die Unterstützung der Republikaner angewiesen, da seine Demokraten im Senat die strategische Mehrheit verloren.