Sarkozy lobt Medwedew: Anhänger des Rechtsstaats

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat seinen russischen Amtskollegen Dmitri Medwedew als Anhänger des Rechtsstaates und der Menschenrechte gewürdigt.

"Wir möchten Sie sehr dazu ermutigen, bei Ihren Reformen und der Modernisierung des Landes nicht nachzulassen", sagte Sarkozy zum Abschluss des Staatsbesuchs des russischen Präsidenten in Paris gestern Abend.

"Die russische Kultur, die russische Sprache und das russische Volk brauchen ihre Freiheit. Sie sind dabei, ihnen diese Freiheit zu geben", sagte Sarkozy beim festlichen Abendessen im Elyseepalast, an dem zahlreiche Minister als auch beide Ehefrauen der Präsidenten teilnahmen.

Umstrittener Waffendeal
Sarkozy und Medwedew hatten zuvor gemeinsam eine Ausstellung russischer Sakralkunst im Louvre eröffnet. Frankreich und Russland richten in diesem Jahr gegenseitig Kulturjahre in ihren Ländern aus.

Medwedew warb am Vormittag vor französischen Unternehmern für mehr Investitionen in seinem Land. Mit Premierminister Francois Fillon sprach er über die Beziehungen zwischen Russland und der EU sowie über die franko-russische Partnerschaft.

Sarkozy hatte am Vorabend exklusive Verhandlungen mit Russland über den Verkauf von vier französischen Hubschrauberträgern vom Typ Mistral angekündigt. Mindestens eines der bis zu 500 Millionen Euro teuren Kriegsschiffe solle in Frankreich gebaut werden.

Sarkozy nannte den geplanten Verkauf einen Vertrauensbeweis, der die neue Partnerschaft mit Russland nach dem Ende des Kalten Krieges besiegele. Georgien und die baltischen Staaten hatten den Verkauf kritisiert, weil sie einen feindlichen Einsatz der Kriegsschiffe fürchten.