IAEA: Iran klagt Berlin, Paris und Washington an

Der Iran hat Deutschland, Frankreich und den USA in einem offenen Brief an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mangelnde Vertragstreue vorgeworfen. Die drei Länder hätten ihre vor der Islamischen Revolution 1979 mit Teheran abgeschlossene Verträge zur Nukleartechnik gebrochen, heißt es in dem Brief an den Gouverneursrat der IAEA, den die iranische Nachrichtenagentur Fars heute veröffentlichte.

Die IAEA müsse diese Vertragsbrüche bei ihren Beratungen über eine mögliche neue Sanktionsrunde gegen den Iran berücksichtigen.

Erste Tagung unter neuem Chef
Der Gouverneursrat der IAEA in Wien tagt diese Woche zum ersten Mal unter der Leitung des neuen Chefs Yukiya Amano. Dabei stehen unter anderen Fragen zum iranischen, syrischen und nordkoreanischen Atomprogramm auf der Agenda.

Amano kündigte einen härteren Kurs gegenüber dem Iran an. Diplomaten erwarten, dass Amano diese Haltung auch im IAEA-Gouverneursrat zeigen wird.

Die Eröffnung des Treffens verzögerte sich heute allerdings vorerst, weil Russland erst eine technische Frage hinsichtlich eines Entwurfes zur sicheren Lagerung von radioaktivem Müll klären wollte.