Gewaltiges Sturmtief erreichte Spanien

Ein gewaltiges Sturmtief hat gestern die Iberische Halbinsel erreicht und beträchtliche Schäden an der nordspanischen Atlantikküste angerichtet. In der Gegend von Ourense in der Region Galicien wurde eine 82-jährige Frau von einer umstürzenden Mauer erschlagen.

Orkanböen entwurzelten zahllose Bäume, rissen Strommasten um und deckten Dächer ab. Im Baskenland erreichte der Sturm nach Angaben der Behörden Geschwindigkeiten von bis zu 170 Stundenkilometern. Die Regionalregierung hatte die baskische Bevölkerung aufgerufen, nach Möglichkeit in den Wohnungen zu bleiben.

In mehreren Orten in Nordwestspanien fiel die Stromversorgung aus, nachdem Bäume auf Hochspannungsleitungen gestürzt waren. Der Bahnverkehr wurde auf mehreren Strecken unterbrochen.

Flüge auf den Kanaren abgesagt
Das Unwetter war in der Nacht auf gestern über die Kanarischen Inseln hinweggezogen. Dort waren aber keine größeren Schäden registriert worden. Die Orkanböen erreichten dort Geschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern. Auf den Flughäfen von La Palma, La Gomera und Teneriffa-Nord wurden zahlreiche Flüge abgesagt.