Gewaltiges Sturmtief nähert sich Spanien

Ein gewaltiges Sturmtief hat sich heute vom Atlantischen Ozean her der Iberischen Halbinsel genähert. In Spanien gaben die Behörden praktisch für das ganze Land Unwetteralarm. Für die Regionen an der Atlantikküste in Nordspanien wurde die höchste Alarmstufe ausgelöst.

Das Unwetter war in der Nacht über die Kanarischen Inseln hinweggezogen. Dort erreichten Orkanböen Geschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern. Über die Bergspitzen der Insel La Palma rasten die Böen gar mit bis zu 190 Stundenkilometern hinweg.

Flüge gestrichen
Auf dem Flughafen von La Palma wurden zahlreiche Flüge abgesagt. Mehrere Straßen wurden gesperrt. Nach Angaben des staatlichen Rundfunks RNE entwurzelte der Sturm auf Teneriffa und La Palma mehrere Bäume und riss Ampelmasten um. Schwerere Schäden wurden zunächst nicht gemeldet.

Es wurde erwartet, dass das Sturmtief in der Nacht auf morgen das spanische Festland erreichen würde. Die Bewohner der nordspanischen Regionen an der Atlantikküste wurden aufgefordert, nach Möglichkeit in ihren Wohnungen und Häusern zu bleiben und Türen und Fenster fest verschlossen zu halten. Für Lastwagen wurde ein Fahrverbot verhängt. Die spanische Regierung richtete ein Krisenkomitee unter dem Vorsitz von Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba ein.

Warnung vor "explosiver Wetterlage"
Meteorologen hatten von einer "explosiven Wetterlage" und einer "meteorologischen Bombe" gesprochen. Sie warnten, dass die Orkanstürme von kurzer Dauer, aber sehr intensiv sein werden. Das Unwetter war durch ein relativ ungewöhnliches Aufeinandertreffen von zwei Sturmtiefs ausgelöst worden.