Bei einem Angriff islamistischer Selbstmordattentäter im Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul sind heute mindestens 16 Menschen getötet worden. Ziel der Anschläge, zu denen sich die Taliban bekannten, waren Hotels, die zumeist von indischen Botschaftsmitarbeitern und anderen Ausländern benutzt werden.
Bei dem Anschlag kamen auch ein Franzose und ein Italiener ums Leben. Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner bestätigte in Paris den Tod eines Franzosen, der sich zu einem Besuch in Afghanistan aufgehalten habe.
Der Sprecher des afghanischen Innenministeriums, Zemarai Bashari, sagte, bei dem Anschlag sei auch ein Italiener getötet worden. Ein Vertreter der indischen Botschaft in Kabul, der namentlich nicht genannt werden wollte, bestätigte zudem den Tod mehrerer Inder. Unter den Toten seien zwei bis drei Inder, sagte er.
Dutzende Verletzte
Der Attentäter hatte sich kurz vor Morgengrauen vor einem Einkaufs- und Hotelkomplex im Zentrum der afghanischen Hauptstadt in die Luft gesprengt. Dabei wurden nach neuen Angaben des Innenministeriums 16 Menschen getötet und 32 weitere verletzt. Zuvor war von 17 Toten die Rede gewesen.
Im Süden Afghanistans kamen zudem zwei NATO-Soldaten ums Leben. Wie die NATO-geführte ISAF mitteilte, wurde ein Soldat bei der Großoffensive rund um die Stadt Marjah in der Unruheprovinz Helmand von einem Sprengsatz getötet. Ein weiterer Soldat kam demnach bereits gestern bei einem Schusswechsel im Süden des Landes ums Leben.
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