TV-Debatte: Obama will Gesundheitsreform retten

Mit einem Spitzengespräch mit Demokraten und Republikanern will US-Präsident Barack Obama seine Gesundheitsreform vor dem Scheitern bewahren.

Zum Auftakt eines Treffens heute rief Obama beide Lager eindringlich zu Gemeinsamkeit auf. "Wir wissen alle, dass diese Reform dringend notwendig ist." Allerdings räumte auch er ein, er wisse nicht, "ob die Differenzen überbrückt werden können". Das mit Spannung erwartete Gespräch im Gästehaus der Regierung in Washington wird live im Fernsehen übertragen.

Plan B im Fall eines Scheiterns?
Beide Lager hatten bereits vorab erhebliche Zweifel geäußert, dass in der verhärteten Debatte doch noch Einigung erzielt werden könnte. Einige Vertreter beider Parteien sprachen von "politischem Theater". Das "Wall Street Journal" schrieb bereits: Obama habe im Falle des Scheiterns einen Plan B im Auge - eine "abgespeckte Version" seiner Reform, die möglicherweise eher eine Mehrheit finden könnte.

Obama begründete den Zwang zur Reform vor allem mit den galoppierenden Gesundheitskosten. "Wenn wir diese Kosten nicht in den Griff bekommen, können wir den Staatshaushalt nicht kontrollieren." Auch viele Republikaner seien sich klar darüber, dass der Gesundheitssektor modernisiert werden müsse. "Unglücklicherweise ist das Thema aber politisch ideologisiert worden." Politische Manöver hätten "über den gesunden Menschenverstand" gesiegt.