Syrien und der Iran rücken noch enger zusammen. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad und Syriens Präsident Baschar al-Assad unterzeichneten heute in Damaskus ein Abkommen über die Abschaffung der Visumspflicht für die Bürger beider Staaten.
"Wir haben nicht nur gemeinsame Interessen und Ziele, sondern auch gemeinsame Feinde", sagte Ahmadinedschad anschließend während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Al-Assad. Zum wiederholten Male sagte er den Untergang Israels voraus.
Rückschlag für Nahost-Strategie
Der syrische Präsident verteidigte seinerseits das iranische Atomprogramm. "Heute wollen sie den Iran daran hindern, diese Technologie zu nutzen, morgen trifft es die Araber."
Für die Strategie des Westens, Syrien aus der Umklammerung des Iran zu lösen, ist dieser neue Schulterschluss zwischen Damaskus und Teheran wohl als Rückschlag zu werten. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte zuletzt im Hinblick auf weitere Sanktionen gegen den Iran gesagt: "Der Iran steht bei mir ganz oben auf der Tagesordnung." Im Verhältnis zwischen Syrien und den USA seien in den vergangenen Monaten dagegen kleine Fortschritte erzielt worden, betonte sie.