Russland gegen harte Iran-Sanktionen

Im Atomstreit mit dem Iran lehnt Russland nach Angaben eines ranghohen Vertreters des Außenministeriums harte Sanktionen gegen die Regierung in Teheran ab.

"Wir werden nicht an Sanktionen oder Maßnahmen arbeiten, die zu einer politischen, wirtschaftlichen oder finanziellen Blockade des Landes führen könnten", sagte Oleg Roschkow heute vor Reportern in Moskau. Er ist stellvertretender Direktor der Abteilung für Sicherheitsangelegenheiten und Abrüstung im Außenministerium.

"Keinerlei Verhältnis"
Die Atomfrage und das Verbot von Bankgeschäften mit dem Iran stünden in keinerlei Verhältnis. "Das ist Finanzblockade", sagte Roschkow. Ähnliche sehe es auch im Energiesektor aus, etwa bei Öl und Gas. "Diese Sanktionen zielen lediglich darauf ab, das Land und seine Regierung zu lähmen."

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte diese Woche ein umgehendes Treibstoffembargo gegen den Iran gefordert. Das Land besitzt zwar weltweit die zweitgrößten Ölreserven, benötigt aber dringend Investitionen aus dem Ausland, um diese ausbeuten zu können.