Die Affäre um die massiven technischen Probleme des Autoherstellers Toyota wird möglicherweise auch Konsequenzen für die US-Gesetzgebung haben. Der Vorsitzende des einflussreichen Energie- und Handelsausschusses im US-Abgeordnetenhaus, Henry Waxman, sagte bei einer Anhörung zu den Vorfällen bei Toyota gestern in Washington, der Staat brauche ein besseres Instrumentarium, um ähnliche Fälle künftig besser bewerten zu können.
Die Aufsichtsbehörde für Verkehrssicherheit (NHTSA)verfüge demnach nicht über ausreichend Kenntnisse und Ressourcen, um die hochentwickelte Technologie in modernen Fahrzeugen zu kontrollieren, sagte Waxman.
Die Autohersteller hätten das elektronische Zeitalter erreicht, während die Aufsichtsbehörden noch in mechanischen Kategorien dächten, kritisierte Waxman. "Ich glaube, wir werden eine neue Gesetzgebung benötigen", fügte er hinzu.
Brisante interne Papiere aufgetaucht
Zudem wurden Vorwürfe laut, dass die NHTSA von den Problemen mit den Gaspedalen bereits 2003 gewusst und beim Vertuschen der Affäre geholfen haben könnte. Erst 2007 reagierte die Behörde offiziell. Toyota einigte sich mit der NHTSA damals auf eine Sparlösung - nur 55.000 Autos wurden zurückgerufen - und ersparte sich so rund 100 Mio. Dollar, wie aus brisanten internen Papieren hervorgeht.
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