Die US-Umweltschutzbehörde EPA wird aus Rücksicht auf die Wirtschaft ihre neuen Grenzen für den CO2-Ausstoß später einführen. EPA-Chefin Lisa Jackson teilte gestern mit, die neuen Richtlinien dürften nicht vor 2011 eingeführt werden.
Zudem werde die geplante Schwelle für Genehmigungen von 25.000 Tonnen Treibhausgasen pro Jahr je Unternehmen vermutlich "deutlich erhöht", hieß es in einer Erklärung der Bundesbehörde. Es wurde keine neue Zahl genannt. Ein Entwurf der Richtlinien wird für Ende März erwartet.
Bundesstaaten gegen Obama
Senatoren aus Bundesstaaten mit großen Vorräten an fossilen Brennstoffen wie West Virginia und Alaska hatten Bedenken über die Grenzwerte angemeldet. Auch Kalifornien, der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat, hatte vor einer zu schnellen Einführung der Grenzwerte gewarnt. Das könnte den Umbau des Sektors hin zu erneuerbaren Energien behindern, hieß es.
Präsident Barack Obama drängt die EPA dazu, Richtlinien zu erlassen, da ein Klimaschutzgesetz im Kongress feststeckt. Allerdings stellen einige Senatoren das Recht der Behörde zur Regulierung des CO2-Ausstoßes grundsätzlich infrage.