Angesichts der neuen US-Pläne für ein Raketenabwehrsystem hat Russland erneut mit der Stationierung von Raketen in der Exklave Kaliningrad gedroht. Bei "weiteren Drohungen" könne Russland Iskander-Raketen in Kaliningrad stationieren, sagte der russische Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow gestern laut russischen Nachrichtenagenturen.
Laut Moskau gegen Russland gerichtet
Nach Ansicht des russischen Generalstabs ist das US-Raketensystem, das unter anderem in Ländern Osteuropas, aber auch mobil auf Schiffen installiert werden soll, gegen Russland gerichtet.
Rumänien stimmte dem US-Plan zur Stationierung von Komponenten eines US-Raketenschilds auf seinem Staatsgebiet bereits zu.
Mit Bulgarien führen die USA "inoffizielle Beratungen" über die Stationierung von Teilen des US-Raketenabwehrschildes.
Russland hatte bereits im Sommer 2007 mit der Stationierung von Raketen in der Exklave Kaliningrad gedroht. Damit reagierte Moskau auf die Pläne des damaligen US-Präsidenten George W. Bush für ein Raketenabwehrschild mit US-Abfangraketen und Radarsystemen in Polen und Tschechien.