Eine obszöne Geste hat den ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten Jose Maria Aznar in die Kritik gebracht. Als Reaktion auf Studentenproteste während eines Besuchs der Universität von Oviedo im Norden des Landes zeigte der 56-Jährige den Demonstranten den "Stinkefinger".
Der konservative Politiker war zuvor von Dutzenden Studenten als "Faschist", "Mörder" und "Terrorist" beschimpft worden. Die Demonstranten kritisierten vor allem, dass Aznar seinerzeit als Regierungschef den Irak-Krieg unterstützt hatte. Sie bezeichneten ihn als "Kriegsverbrecher" und "Arschkriecher George W. Bushs".
Die regierenden Sozialisten warfen Aznar vor, seine Geste mit dem ausgestreckten Mittelfinger sei eines ehemaligen Ministerpräsidenten unwürdig. "Damit schadet er Spanien", hieß es. Die konservative Volkspartei (PP), deren Ehrenpräsident Aznar ist, verteidigte ihn dagegen. Er habe sich lediglich gegen eine unzumutbare Provokation zur Wehr gesetzt.
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