Bei Bauarbeiten an einem Altstadthaus in Jerusalem sind ägyptische Archäologen auf eine 1.100 Jahre alte arabische Inschrift gestoßen. Sie ist in eine Marmorplatte eingraviert, von der ein Fragment 1,50 Meter unter dem Erdgeschoß sichergestellt wurde, wie Grabungsleiterin Annette Nagar heute mitteilte.
Demnach stammt der Fund aus dem zehnten Jahrhundert, als die Kalifen der Abbasiden in Jerusalem regierten. Die Inschrift bezeugt den Dank eines Kriegsveteranen, dem der Kalif al-Muktadir ein Stück Land gewährte. Nagar zufolge gibt das Aufschluss darüber, dass die Besoldung von Soldaten dazu diente, eroberte Gebiete wirksam zu kontrollieren.