Der Chef der bulgarischen Einwanderungspolizei ist wegen des Verdachts festgenommen worden, Verbindungen zum organisierten Verbrechen zu unterhalten.
Stefan Hristow werde verdächtigt, einer Verbrechergruppe geholfen zu haben, die Ausländer mit gefälschten Papieren nach Bulgarien eingeschleust habe, teilte Innenminister Swetan Swetanow mit. Die Einwanderer hätten daraufhin illegal eine verlängerte Aufenthaltserlaubnis erhalten, was ihnen später ermöglicht habe, die bulgarische Staatsangehörigkeit zu beantragen.
Regierungschef Bojko Borissow kündigte außerdem an, den Chef der bulgarischen Flüchtlingsbehörde, Swetoslaw Mischew, noch diese Woche zu entlassen. Mischew werde vorgeworfen, für den Bau eines Flüchtlingszentrums bestimmte öffentliche Gelder zweckentfremdet zu haben. Seine beiden Stellvertreter waren bereits Anfang der Woche festgenommen worden.