USA sucht Unterstützung für Iran-Sanktionen

Im Atomstreit mit dem Iran sind nach Einschätzung der USA die Chancen für schärfere Sanktionen gegen die Islamische Republik gestiegen. "Wir haben die Unterstützung von allen in Europa und Russland", sagte Vizepräsident Joe Biden heute im US-Fernsehen. "Und ich glaube, dass wir auch die Unterstützung von China gewinnen werden, um weitere Sanktionen gegen den Iran zu verhängen, um sie zu isolieren."

Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UNO) steht vor allem China als UNO-Vetomacht einer vierten Resolution mit schärferen Sanktionen skeptisch gegenüber. Die Volksrepublik ist mit ihrer rasant wachsenden Wirtschaft auf iranisches Öl angewiesen.

Während ihres dreitägigen Besuchs in der Golfregion wollte US-Außenministerin Hillary Clinton auch arabische Staaten für einen härteren Kurs gegen den Iran gewinnen. Ein US-Regierungsmitarbeiter erklärte, Saudi-Arabien könnte auf diplomatischer Ebene den Boden für schärfere UNO-Sanktionen bereiten, indem es China bestimmte Öllieferungen garantiere und damit iranische Ölimporte in die Volksrepublik ersetze.

Russland schließt Sanktionen Iran nicht aus
Russland warf Teheran mangelnde Kooperationsbereitschaft vor und schloss Sanktionen nicht aus. "Die widersprüchlichen Signale aus Teheran auf die Forderungen der internationalen Atomenergiebehörde sind beunruhigend", sagte der Vizevorsitzende des Sicherheitsrats in Moskau, Wladimir Nasarow, nach Angaben der Agentur Interfax.

Der Iran dürfe nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen. "Das hätte in der Region einen Dominoeffekt zur Folge." Russland schließe Sanktionen gegen Teheran nicht aus, allerdings müssten diese Maßnahmen die Führung und "nicht das Volk bestrafen", sagte Nasarow.