Der bisherige Oppositionsführer Viktor Janukowitsch ist gestern von der Wahlkommission der Ukraine offiziell zum Sieger der Präsidentenstichwahl vom 7. Februar erklärt worden.
Zuvor hatte das Gremium die Beschwerde der amtierenden Regierungschefin Julia Timoschenko gegen das Ergebnis der Wahl abgewiesen. Die Wahlkommission teilte in Kiew mit, sie werde den Vorwurf des Wahlbetrugs nicht prüfen.
Timoschenko wollte Wahl anfechten
Für Timoschenko ist die offizielle Bekanntgabe des Sieges von Janukowitsch schon drei Tage vor dem Stichtag 17. Februar ein herber Rückschlag. Sie hatte gehofft, die Wahl noch zuvor anfechten zu können.
Timoschenko hatte erklärt, dass sie juristisch gegen das Wahlergebnis vorgehen werde, weil sie Beweise für Wahlbetrug habe. Mehr als eine Million Stimmen seien gefälscht oder falsch gezählt worden, vor allem auf der Halbinsel Krim, einer Hochburg ihres Rivalen Janukowitsch.
Über drei Prozent Vorsprung
Unterdessen gab die ukrainische Wahlkommission die Zahlen des offiziellen Endergebnisses bekannt: Bei der Präsidenten-Stichwahl am 7. Februar habe Janukowitsch 48,95 Prozent der Stimmen erhalten und seine Gegenkandidatin Timoschenko 45,47 Prozent, sagte ein Sprecher der Wahlkommission nach Angaben der Agentur Interfax. 4,36 Prozent der Wähler stimmten explizit gegen beide Kandidaten auf dem Stimmzettel. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 70 Prozent.