Zeitung: USA setzen auf gezielte Tötung von Terroristen

Die US-Geheimdienste setzen unter der Regierung von Barack Obama im Anti-Terror-Kampf verstärkt auf gezielte Tötungen von Terroristen, berichtete die "Washington Post" heute. Im vergangenen Jahr habe die Regierung ihre Angriffe auf Al-Kaida-Führer und deren Verbündete rund um den Globus verstärkt.

Dabei seien Dutzende mutmaßliche Terroristenführer getötet worden, gefangen genommen worden sei keiner, so die Zeitung. Es habe zwar keine konkrete Entscheidung zugunsten von mehr Tötungen gegeben, jedoch hätten mehrere Faktoren den Ausschlag gegeben.

So hätten die USA inzwischen deutlich weniger Möglichkeiten als unter der Regierung von George W. Bush, gefangene Terroristen unterzubringen. Zudem sei die elektronische Überwachung inzwischen so gut, dass es für die Geheimdienste einfacher sei, Terroristen gefahrlos aus der Ferne - etwa vom Hubschrauber aus - zu töten und dabei sicher zu sein, den Richtigen zu treffen.