Nach jahrzehntelangen engen Verbindungen während des Kalten Krieges sind Russland und Kuba nach Ansicht des russischen Außenministers Sergej Lawrow auf dem besten Weg zu einer neuen "strategischen Partnerschaft". "Unsere Beziehungen verstärken sich kontinuierlich", sagte Lawrow gestern (Ortszeit).
Der vertieften Zusammenarbeit lägen "gegenseitige Sympathien und gemeinsame Interessen" zugrunde. Sein kubanischer Kollege Bruno Rodriguez sprach von einem "enormen Potenzial" der Beziehungen beider Länder. Zudem werde sich Kuba immer an sein "brüderliches Verhältnis" mit der ehemaligen Sowjetunion erinnern.
Moskau und Havanna arbeiten seit einigen Jahren an einer Erneuerung ihrer Beziehungen, die nach dem Ende des Kalten Krieges an Bedeutung verloren hatten. Ende Jänner 2009 reiste der kubanische Präsident Raul Castro als erster Staatschef des Landes seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion nach Russland. Im Vorjahr hatte Medwedew bereits Kuba einen Besuch abgestattet. Als Zeichen des Neubeginns schlossen beide Seiten eine Reihe von Abkommen für eine engere Kooperation bei Wirtschaft, Militär, Bildung und in anderen Bereichen.