Nach Betrugsvorwürfen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Verteilung von Gratismedikamenten an private Kliniken und Hilfsorganisationen in Haiti eingestellt. Es habe mehrere Beschwerden von Patienten gegeben, dass sie entgegen der Vereinbarung für ihre Behandlung hätten bezahlen müssen, sagte WHO-Sprecherin Marie-Agnes Heine heute in Port-au-Prince.
In den kommenden drei Monaten würden nur noch öffentliche Kliniken mit Gratismedikamenten beliefert, alle anderen müssten bezahlen.
Gestern revidierte Haitis Regierung die Schätzung der Opfer auf 230.000 nach oben. Mehr als 300.000 wurden verletzt, rund zwei Millionen Haitianer sind obdachlos.