Die sozialistische Regierung in Athen hat gestern Details ihres Sparprogramms zur Überwindung der dramatischen Budgetkrise bekanntgegeben. Darunter sind Lohnkürzungen und ein Einstellungsstopp.
"Es wird bei allen Staatsbediensteten ausnahmslos Lohnkürzungen geben, die zwischen 1,0 Prozent und 5,5 Prozent netto bedeuten werden", sagte Finanzminister Giorgos Papakonstantinou im Fernsehen. Sozialminister Andreas Loverdos kündigte eine Anhebung des durchschnittlichen Pensionsalters um zwei Jahre auf 63 an.
Papakonstantinou sagte, die Kürzungen würden auch für die Einkommen des Ministerpräsidenten und der Minister gelten. Zudem soll es heuer keine Neueinstellungen von Personal durch den Staat geben. In den kommenden vier Jahren solle für je fünf in Pension gehende Beamte nur ein neuer eingestellt werden.
Spekulationen über Rettung
Trotz der gegenteiligen offiziellen Beteuerungen wird ein Rettungsplan für das über beide Ohren verschuldete Griechenland immer wahrscheinlicher. Eine Entscheidung könnte morgen beim informellen EU-Gipfel fallen, für den EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nun sogar seine Australien-Reise abbrach. Die Euro-Staaten stecken im Dilemma: Helfen sie Athen nicht, könnte das den Euro abstürzen lassen. Ein "Bailout" wäre aber das Eingeständnis, dass der Stabilitätspakt versagt hat.
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