Russland sieht sich von der NATO und dem geplanten US-Raketenschild bedroht. Hochrangige russische Militärs kritisierten erneut die Pläne der NATO zur Osterweiterung und ein mobiles Raketensystem in Osteuropa. Die USA versuchten, die Ängste zu zerstreuen, und verwiesen wie die NATO auf die Bereitschaft zur Zusammenarbeit.
Russland sehe in der NATO und ihrer Ausdehnung nach Osteuropa eine "ernsthafte Bedrohung", sagte der Chef des russischen Sicherheitsrats, Nikolaj Patruschew, heute laut mehreren russischen Nachrichtenagenturen.
"Wir haben starke Zweifel daran, dass unsere Lage mit der Erweiterung der NATO sicherer sein wird", sagte Patruschew demnach. Er warf der NATO vor, mit der Bewaffnung Georgiens 2008 den späteren Angriff auf die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien vorbereitet zu haben.
Nicht gegen Russland
Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte, das Raketensystem sei nicht gegen Russland gerichtet, sondern diene der Abwehr etwaiger Angriffe aus dem Iran.
Gleichzeitig unterstrich Ministeriumssprecher Philip Crowley die Bereitschaft der USA, nach Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit Russland zu suchen. Die US-Regierung widersprach Berichten, wonach die Verhandlungen über die atomare Abrüstung mit Russland durch das mobile US-Raketensystem ernsthaft in Gefahr seien.