Coca-Cola-Konzern schreibt wieder tiefschwarze Zahlen

Der weltgrößte Erfrischungsgetränkehersteller Coca-Cola ist wieder auf Erfolgskurs. Vor allem die wachsende Nachfrage von Chinesen und Indern beflügelte im Schlussquartal das Geschäft. "Wir haben die richtigen Zutaten für Wachstum selbst unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen", sagte Konzernchef Muhtar Kent.

Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 55 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Der große Sprung gelang vor allem dadurch, dass Coca-Cola mit seinen Tochterfirmen wieder Geld verdient statt zu verlieren - die Aktie profitierte entsprechend. Absatzeinbrüche gab es vor allem auf dem Heimatmarkt in den USA.

Älter werdende Kundschaft als Problem
Kent hat noch weit ehrgeizigere Pläne: Bis 2020 soll Coca-Cola mehr als doppelt so viele Getränke verkaufen und damit in jedem wichtigen Marktsegment die Nummer eins werden. Dabei will der Konzern am einzelnen Getränk auch noch mehr verdienen als derzeit. Die Wirtschaftskrise hatte diesen Plan zuletzt gefährdet.

Hauptrivale Pepsi hatte sich noch im Sommer besser geschlagen. Beide Konzerne hatten in der Krise die Kosten gesenkt. Pepsi legt seine neuesten Zahlen am Donnerstag vor. Die Herausforderung für die Getränkeriesen ist die älter werdende Kundschaft. Coca-Cola probiert derzeit neue Rezepte aus, um auch die Geschmäcker der Senioren zu treffen. Längst hat der Konzern neben seinem koffeinhaltigen Klassiker weltweit rund 3.000 weitere Getränkemarken im Programm.